Dr. med. Albert Zapp

Kneipp-Kur

Historie

Pfarrer Sebastian Kneipp wurde am 17.Mai 1821 im bayerischen Allgäu als Sohn armer Webersleute geboren. .Mit 23 Jahren während seines Theologiestudiums erkrankte er an einer schweren Lungentuberkulose. Als er dieser zu erliegen drohte, fiel ihm 1849 das Büchlein des Schweidnitzer Arztes ,Dr. med. Johann Sigmund Hahn in die Hände. Der Titel:“ Die wunderbare Heilkraft des frischen Wassers bei dessen innerlichem und äußerlichem Gebrauch auf die Leiber der Menschen.“ Hierdurch angeregt, erprobte Kneipp an sich diese “Kraft des Wassers“ und er gesundete, so dass er sein Studium fortsetzen konnte, 1852 zum Priester geweiht wurde,1880  in Wörishofen Pfarrer wurde und hier 1897 verstarb.

Entscheidend für die Entstehung der Kneipp-Kur war die große Krankheitsnot durch die fortschreitende Tuberkulose und deren Heilung durch die Wasserkur. Kneipp nahm als Grundlage für seine Therapie die Erkenntnis, dass ohne die Heilkraft der Natur  keine Heilung stattfinden könne. Der geistig-seelische Einfluss und die natürliche Lebensweise sind zentraler Eckpfeiler seiner Behandlung. Als gemeinsames Wirkprinzip  apostrophierte er die Auslösung von Regulations- und Ausgleichsmechanismen durch physikalische, diätetische und psychische Therapieformen. Damit sind wir bei heutzutage geforderten Begriffen wie Ganzheitsmedizin, Leib-Seele-Einheit!

Die fünf Fundamente der Naturheilkunde nach Kneipp in der heutigen Zeit

1. Hydrotherapie,Wasserheilverfahren,bei dem das Wasser in verschiedenen Temperaturgraden als Träger von thermischen, chemischen und mechanischen sowie von hydroelektrischen Reizen den Organismus zu einer sinnvollen Reaktion veranlassen soll!

2. Phytotherapie, die Verwendung  von Heilmitteln auf pflanzlicher Basis, die behutsam wirken, sich an natürliche physiologische Regulationsmechanismen anpassen und nebenwirkungsarm sind

3. Diätetik,eine naturgerechte Vollwertkost mit Vitaminen, Mineralien, Fermenten, Spurenelemente ,unter Verzicht auf denaturierte Nahrungsmittel und Genussgifte!

4. Kinesiotherapie,mit allen Möglichkeiten der aktiven und passiven Bewegung:Gymnastik,Heilgymnastik,Wandern,Sport,Radfahren,Schwimmen Bewegungsbäder sowie Massagen in verschiedenen Formen!

5. Ordnungstherapie versucht eine natürliche Lebensordnung im psychischen und somatischen Bereich wieder herzustellen, um zu einer optimalen Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Lebensfreude zu gelangen .durch autogenes Training, Entspannungstherapien, Vorträge und Kurse! Hier wird die enge Verbindung zwischen Therapie, Prophylaxe und Rehabilitation deutlich

Kneipp- Anwendungen im Alltag

Grundsätzlich gilt : Kalte Anwendungen nie auf einen kalten Körper!!!

Wickel zum Wärmeentzug, wie der kalte Wadenwickel. Ideal für fiebernde Kinder. Er wird abgenommen, wenn der Patient ihn nicht mehr als kalt empfindet. Außerdem sollte man ihn nur in der richtigen Fieberphase einsetzen, nämlich dann, wenn der Körper versucht Wärme abzugeben, also schwitzt! In der Phase des Fieberanstiegs(Schüttelfrost) ist der kalte Wickel nicht angebracht.

Wickel zur Wärmeerzeugung, die die Reaktion der Durchblutung auf den Kaltreiz ausnutzen.

Zunächst kommt es durch den Kaltreiz zu einer Gefäßengstellung, nach wenigen Minuten jedoch zu einer überschießenden Weitstellung und damit Erwärmung. Typisch ist z.B. der kalte Brustwickel, der bei Bluthochdruck, funktionellen Herzbeschwerden, Bronchitis, Asthma bronchiale zum Einsatz kommt. Der Wickel reicht von Achselhöhle bis Rippenbogen, wird mit kaltem Leitungswasser zubereitet und bleibt in der Regel 45 Minuten liegen.

Warme Wickel, sehr beliebt der Ingwer-Wickel,2 Esslöffel Ingwerpulver mit 500 ml. heißem Wasser verrühren , Wickeltuch damit tränken und als Rumpfwickel anlegen. Dieser Wickel kommt bei Erkrankungen des Bewegungssystems mit Muskelverspannungen  zur Anwendung.

Ähnlich wirkt auch der Heublumensack, das Morphium der Naturheilkunde. Zusätzlich zur wärme kommt die Wirkung der eingeatmeten ätherischen Öle aus den Blüten hinzu. Der Heusack besitzt eine entkrampfende Wirkung, Durchblutung und Stoffwechsel werden angeregt. Bewährt bei Muskelverspannungen, Arthrose der Gelenke und Wirbelsäule, Bronchitis und Leber-Galle Magenbeschwerden.

Wassertreten, der Kaltreiz sorgt für eine Durchblutungssteigerung und damit für die nach einigen Minuten einsetzende Wiedererwärmung. Außerdem werden die Venen gekräftigt.(Krampfaderleiden).Das Wassertreten dauert einige Minuten, bei jedem Schritt sollte der  Fuß ganz aus dem Wasser gehoben werden.

Kalte Armbäder helfen bei Müdigkeit ,Erschöpfung und niedrigem Blutdruck. Die Arme taucht man bis Mitte Oberarm für eine halbe Minute  in das kalte Wasser ein, danach wird das anhaftende Wasser lediglich abgestreift um den zusätzlichen Kühlungseffekt (Verdunstungskälte)auszunutzen.

 

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